ärgerlicher Klassiker

Immer wieder ein ärgerlicher Klassiker im Anwaltsalltag:

Dem gegnerischen Schriftsatz im Gerichtsverfahren ist ein vom eigenen Mandanten unterzeichnetes wesentliches Dokument als Anlage beigefügt (im vorliegenden Fall ein vorgerichtlicher Vergleich der Parteien), von dem der eigene Mandant mir nichts gesagt hatte, weil es seiner Meinung nach „unwesentlich“ sei. 🙁

Anruf eines Schuldners

Der Unterhaltsschuldner, dessen Konto wegen des Unterhaltes von mir für das 6jährige Kind gepfändet wurde, ruft hier an. Er kündigt an, sich wegen meiner Kontopfändung bei der Rechtsanwaltskammer über mich beschweren zu wollen.

Ich betrachte das mal als Lob für gute Arbeit 🙂

Sanftes Inkasso – wenn der Schuldner totgestreichelt wird

Das eCommerce-Magazin berichtet über den neuesten Trend im Inkassowesen, das „sanfte Inkasso“:

Inkasso sollte davon losgelöst immer der verlängerte Arm der Kundenbindung sein – deshalb sehen wir uns fernab jeglicher Trends als Partner des Schuldners und nicht als Gegner.

Denn gerade dadurch, dass wir als unabhängiger Dritter agieren, geben wir Schuldnern eine Art Hilfestellung, […]

Herr Oberschlau

Schuldner zahlt keinen Kindesunterhalt. Also Klage. In den parallelen Umgangs- und Sorgeverfahren geriert er sich stets als treusorgender und fürsorglicher Vater, sobald keine „Offiziellen“ mehr dabei sind, wird das Gegenteil praktiziert. Dabei agiert er gegenüber den „Offiziellen“ (Gericht, Verfahrenspfleger, Jugendamt etc.) durchaus geschickt, überlegt und wissend und lässt nur selten die Maske fallen.

Vor Gericht […]

Mandatsvermittlung gegen Provision?

Ich bin ja nun kein besonderer Kenner oder Verfolger des anwaltlichen Berufsrechts, aber die Verhaltensweisen einiger Kollegen kann mich schon nachdenklich machen:

§ 49b Abs. 3 Satz 1 BRAO (Bundesrechtsanwaltsordnung) bestimmt:

Die Abgabe und Entgegennahme eines Teils der Gebühren oder sonstiger Vorteile für die Vermittlung von Aufträgen, gleichviel ob im Verhältnis zu einem Rechtsanwalt oder […]